Zikadenmonitoring
Das Forschungszentrum der AGRANA (ARIC) führt gemeinsam mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der Landwirtschaftskammer Österreich ein großflächiges Monitoring von Glasflügelzikaden durch. Glasflügelzikaden können die bakteriellen Krankheitserreger Candidatus Phytoplasma solani und Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus übertragen. Diese Erreger verursachen die Pflanzenkrankheiten RTD (Stolbur, „Gummirübe") und „Syndrome Basses Richesses" (SBR), die in Zuckerrüben zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten führen können. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass dieselben Erreger auch in anderen Kulturen wie Kartoffel und Karotte nachgewiesen und dort Schäden verursachen können — das Monitoring wurde daher auf ausgewählte Gemüsekulturen ausgeweitet, um die Bedeutung der Glasflügelzikaden als Krankheitsüberträger auch dort besser zu verstehen.
Im Rahmen des Monitorings werden folgende Zikadengattungen erfasst:
Wichtiger Hinweis: Für eine Risikoabschätzung ist nicht nur die Anzahl der gefangenen Zikaden entscheidend, sondern auch welche Arten gefangen wurden. Die einzelnen Gattungen unterscheiden sich deutlich in ihrer Häufigkeit und in der Rate, mit der sie Krankheitserreger in sich tragen. Fangzahlen können zudem stark zwischen Regionen und Zeitpunkten schwanken. Eine direkte Ableitung von Bekämpfungsmaßnahmen aus den Fangzahlen ist daher aktuell nicht möglich.
Im Rahmen des Monitorings werden folgende Zikadengattungen erfasst:
- Reptalus spp.
- Pentastiridius spp.
- Hyalesthes spp.
Wichtiger Hinweis: Für eine Risikoabschätzung ist nicht nur die Anzahl der gefangenen Zikaden entscheidend, sondern auch welche Arten gefangen wurden. Die einzelnen Gattungen unterscheiden sich deutlich in ihrer Häufigkeit und in der Rate, mit der sie Krankheitserreger in sich tragen. Fangzahlen können zudem stark zwischen Regionen und Zeitpunkten schwanken. Eine direkte Ableitung von Bekämpfungsmaßnahmen aus den Fangzahlen ist daher aktuell nicht möglich.